Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Aschaffenburg

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Inhalt: Chronik des Wasser- und Schifffahrtsamtes Aschaffenburg

Entstehung und Entwicklung des Wasser- und Schiffahrtsamtes Aschaffenburg

792/793

Karl der Große versuchte durch einen Schiffskanal die Donau mit dem Main zu verbinden (fossa carolina). Zwischen Treuchtlingen und Weißenburg (Nähe der Ortschaft Graben) sind noch heute Spuren dieses Bauwerks vorhanden.

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1751

Gründung einer Generalstraßenbaudirektion in Bayern unter Kurfürst Maximilian III, die später zu einer Generalbaudirektion für Straßen- und Wasserbauten umgestaltet wurde.

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1790

In München wird speziell für den Wasserbau in Bayern eine Wasserbaudirektion einge- richtet.

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1836

Der Bau des Ludwig-Donau-Main-Kanals für Schiffe von 120 t Tragfähigkeit wird begonnen.

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1846

Am 06.02.1846 wurde Übereinkunft der Mainuferstaaten über die Mainkorrektion und Mindestfahrtiefe im Schiffahrtsweg bei Niederwasser (90 cm am Frankfurter Staatspegel - 90 cm am Aschaffenburger Pegel) getroffen.

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1863

Am 01.05.1863 haben Seine Majestät der König die Einteilung der Baubehörden- Bezirke für Straßen und Flüsse genehmigt. Danach waren vorhanden: Mittelbehörde: Kreisbaubehörde von Unterfranken und Aschaffenburg Ortsbehörden für den Main: in Aschaffenburg, Miltenberg und Lohr.

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1872

Am 05.02.1872 Errichtung des Straßen- und Flußbauamtes Aschaffenburg gemäß Bekanntmachung des Staatsministeriums des Innern; die in Miltenberg und Lohr vorhandenen Ortsbehörden werden aufgelöst. Der Dienstbezirk des Straßen- und Flußbauamts Aschaffenburg für den Main reichte danach von Kahl (km 66,553) bis Gemünden (km 211,200).

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1883 - 1886

Durchführung der Mainkanalisierung von der Mündung bis Frankfurt mit 5 Staustufen mit Nadelwehren (Kostheim, Flörsheim, Okriftel, Höchst, Frankfurt-Niederrad). Am 16.10.1886 feierliche Einweihung der staugeregelten Strecke.

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1888

1888 wandte sich die Großherzogliche Handelskammer in Offenbach an das Großherzogliche Ministerium des Innern in Darmstadt mit der Bitte zu erwirken, daß die Kanalisierung bis nach Offenbach weitergeführt werde. Auch die Stadt Hanau trat wegen Fortsetzung der Kanalisierung bis Hanau an die Preußische Regierung heran. Aufstellung eines allgemeinen Entwurfes für die Strecke Offenbach - Hanau.

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1892

Unter dem Protektorat Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen Ludwig von Bayern wurde der Verein für Hebung der Fluß- und Kanalschiffahrt (Kanalverein) gegründet. Dieser Verein beantragte bei der Königlich Bayerischen Staatsregierung einen Entwurf über eine neue Donau-Main-Wasserstraße ausarbeiten zu lassen. Die Anträge des Kanalvereins wurden durch die Königlich bayerische Staatsregierung vertreten, von der Kammer der Reichsräte angenommen, jedoch durch die Kammer der Abgeordneten abgelehnt.

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1894 - 1902

Durchführung der Mainkorrektion und Verbesserung der Fahrwasserverhältnisse.

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1897

Am 15.02.1897 wurde zwischen Preußen und Hessen die Fortsetzung der Main kanalisierung bis Offenbach und der Bau der Staustufe Offenbach vereinbart.

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1898

Am 30.03.1898 Beginn der Arbeiten an der Staustufe Offenbach (mit Nadelwehr), Fertigstellung am 24.08.1901.

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1898

Bayern wandte sich an die Preußische Regierung mit dem Ersuchen, Verhandlungen über die Fortsetzung der Mainkanalisierung bis Aschaffen- burg einzuleiten. Auf einer Delegiertenkonferenz in Frankfurt wurde im Herbst 1898 vereinbart, daß Preußen die Kanalisierung von Offenbach bis zur bayerischen Grenze bei Kahl, Bayern von da an bis Aschaffenburg projeziert.

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1899

Im Mai 1899 wurden auf einer Delegiertenkonferenz in Frankfurt die Grundsätze für die weiteren Projektierungsarbeiten festgelegt. Für die bayerische Kanalisierungsstrecke nebst einer Umschlagsanlage in Aschaffenburg wurde das königliche Straßen- und Flußbauamt Aschaffenburg mit der Projektierung beauftragt. Am 30.11.1899 wurde das fertige Projekt vorgelegt. Der Kanalverein hat zur Ausarbeitung eines generellen technischen Entwurfes für die Donau-Main-Wasserstraße ein besonderes Amt in Nürnberg am 01.01.1899 errichtet.

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1900

Errichtung eines besonderen Projektierungsbüros für die Mainkanalisierung Hanau - Aschaffenburg mit Sitz in München.

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1902

Fertigstellung eines Detailprojektes auf neuer Grundlage am 01.09.1902.

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1906

Die zwischenzeitlich mit Preußen wegen der Kanalisierung des Mains von Offenbach bis Aschaffenburg weitergeführten Verhandlungen wurden mit Staats- vertrag vom 21.04.1906 zwischen Preußen, Bayern und Hessen abgeschlossen. Nach Artikel XIII Abs. 1 bleibt der Beginn der Bauarbeiten insolange aufgehoben, bis die Frage der Einführung von Schiffahrtsabgaben auf dem Rhein und Main geregelt ist.

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1911

Das Reichsgesetz vom 24.12.1911 betrifft den Ausbau der deutschen Wasser- straßen und die Erhebung von Schiffahrtsabgaben. Die Finanzierung des Auf- wandes für die Mainkanalisierung (einschl. der Unterhaltung und des Betriebes) hat auch nach diesem Reichsgesetz durch die bauenden Uferstaaten zu erfolgen.

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1913

Zur Durchführung der Bauarbeiten für die Mainkanalisierung von Hanau bis Aschaffenburg wurde am 01.05.1913 ein "Neubauamt für die Mainkanalisierung" in Aschaffenburg errichtet.

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1914

Beginn der Ausbauarbeiten in der Flußstrecke Hanau - Aschaffenburg mit 6 Staustufen

Mainkur - mit Pfeilerkraftwerk
Kesselstadt - mit Pfeilerkraftwerk
Krotzenburg - mit Pfeilerkraftwerk
Großwelzheim - mit Nadelwehr
Kleinostheim - mit Nadelwehr
Mainaschaff - mit Pfeilerkraftwerk

1917

Der von der Königlich Bayerischen Staatsregierung der Bayerischen Abgeordneten- kammer in Vorlage gebrachte Gesetzes-Entwurf betreffend die Ausarbeitung eines ausführlichen Projektes für die Herstellung einer Großschiffahrtsstraße von Aschaf- fenburg bis zur Reichsgrenze unterhalb Passau wurde von der Bay. Abgeordneten- kammer am 22.02.1917 einstimmig genehmigt.

Um der Auffassung Rechnung zu tragen, daß der Bau eines Rhein-Main-Donau- Kanals nicht allein eine bayerische, sondern auch eine deutsche Angelegenheit ist, wurde am 22.12.1917 in Nürnberg der Main-Donau-Stromverband gegründet, dem Bayern, das Deutsche Reich, Baden sowie die Vereinigungen der sonstigen Beteiligten (bayerische und außerbayerische Städte, Handelskammern, Industrielle angehörten. Als Zweck dieser Gesellschaft wurde die Ausarbeitung eines ausführ- lichen Vorentwurfes und eines baureifen Entwurfes bestimmt. Die technische Ausarbeitung der Entwürfe übernahm auf Kosten der Gesellschaft der Bayerische Staat, vertreten durch das Verkehrsministerium in München; die Projektierungsarbeiten wurden durch Kanalbauinspektionen in Aschaffenburg, Wertheim, Würzburg usw. durchgeführt. Die Gesamtleitung hatte das Kanalbau- amt in München. (Errichtung eines zentralen Kanalbauamtes in München für das Königreich Bayern mit 9 Kanalinspektionen)

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1921

Beendigung der Bauarbeiten in der Flußstrecke Hanau - Aschaffenburg

Übergang der Wasserstraßen von den Ländern auf das Reich mit Staatsvertrag vom 01.04.1921 (Reichswasserstraßenverwaltung). (R.G.Bl. Nr. 80 vom 03.08.1921) Betreuung des Mains im preußischen Bereich durch das Preußische Wasser- bauamt Frankfurt, im bayerischen Bereich durch die Straßen- und Flußbauämter.

Der Staatsvertrag wurde unter der Bedingung Bayerns geschlossen, einen besonderen Vertrag über den Ausbau des Mains oberhalb Aschaffenburgs und der Donau oberhalb Passau sowie Verbindung der Flüsse durch einen Kanal von Bamberg über Nürnberg nach Regensburg abzuschließen. So kam es zum "Main-Donau-Staatsvertrages" vom 13.06.1921 zwischen dem Deutschen Reich und Bayern "über Ausführung der Main-Donau-Wasserstraße".

Am 30.12.1921 wurde die Rhein-Main-Donau AG gegründet.

Die durch das Kanalbauamt (gegründet 1917) übernommenen Aufgaben gingen nun auf die Rhein-Main-Donau AG über.

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1922

Nach Durchführung der Mainkanalisierung zwischen Hanau und Aschaffenburg wurde das Neubauamt für die Mainkanalisierung in Aschaffenburg, das 1913 gegründet wurde, ab 01.08.1922 aufgelöst. Die Abwicklung der Restgeschäfte wurde dem Straßen- und Flußbauamt überwiesen.

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1923

Das Land Preußen überträgt sämtliche Besitz- und Eigentumsrechte an Energie- versorgungsanlagen an die neu gegründete Preußenelektra AG ("Dotationsgesetz vom 24.10.1923).

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1926

Beginn der Stauregulierung oberhalb von Aschaffenburg bei Obernau. Das für die Baumaßnahmen zuständige Neubauamt fand eine Bleibe im alten Rathaus, Dalbergstr. 27, aus dem vorher die Stadtverwaltung ins Schloß umgezogen war.

Bau und Fertigstellung der Staustufen jeweils mit Kraftwerk:

  1. Obernau (1930)
  2. Wallstadt (1930)
  3. Klingenberg (1930)
  4. Heubach (1932)
  5. Freudenberg (1934)
  6. Faulbach (1935)
  7. Eichel (1937)
  8. Lengfurt (1937)
  9. Rothenfels (1937)
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1929

Erbbauvertrag vom 12.09.1929 zwichen der Wasserstraßenverwaltung und Preußen- elektra über Bereitstellung und Nutzung des Kraftwerksgrundstückes im Fluß für die Wasserkraftanlagen Krotzenburg, Kesselstadt und Mainkur (zeitlich befristet bis zur dauernden Stilllegung der Anlagen - Heimfall).

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1929 - 1934

Umkanalisierung des Streckenabschnittes von Kostheim bis Frankfurt; Ersatz der Staustufen Flörsheim, Höchst, Okriftel und Niederrad durch 2 neue Staustufen mit Kraftwerk in Griesheim (Baubeginn Juli 1929, Einweihung 30.09.1932) und Eddersheim (Inbetriebnahme Schleuse 1934, Kraftwerk 1941).

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1934

Umbau der vorhandenen Schleuse und des Wehres in Kostheim, Bau einer neuen Schleusenkammer.

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1938

Mit Verordnung der Bay. Landesregierung vom 25. März 1938 (9299 c9) werden mit Wirkung vom 16. März 1938 die bestehenen Neubauämter für den Ausbau der Großschiffahrtsstraße Rhein-Main-Donau in Aschaffenburg, Würzburg und Regensburg umbenannt in "Wasserstraßenämter". Gleichzeitig werden neue Wasserstraßenämter in Schweinfurt, Bamberg und Nürnberg errichtet. (BayGVBl. Nr. 14 v. 8.5.1939)

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1939

Mit Verordnung 9299 c 5 vom 24.03.1939 werden 3 weitere Wasserstraßenämter (Passau, Neumarkt, Neuburg a.D.) errichtet und allen Wasserstraßenämtern im rechtsrheinischen Bayern neben der Neubautätigkkeit auch die Verwaltung und Unterhaltung der Fluß- und Kanalstrecke in ihrem Amtsbezirk zu übertragen.

Zur Durchführung dieser VO sind mit Wirkung vom 01.05.1939 von den Straßen- und Flußbauämtern alle laufenden Dienstgeschäfte an den Reichswasserstraßen an die Wasserstraßenämter zu übergeben.

Der Dienstbereich des Wasserstraßenamtes Aschaffenburg wird wie folgt festgesetzt: für die Reichswasserstraßenverwaltung:

für den Ausbau der Großschiffahrtsstraße:

Die Aufgaben und Dienstliche Stellung sind in der "Dienstanweisung für die Wasserstraßenämter in Bayern" vom 28.04.1939 geregelt, u.a.:

Die Wasserstraßenämter haben eine doppelte Aufgabe:

  1. Sie verwalten als untere Landesbehörden die Reichswasserstraßen auf Kosten des Reichs unter Leitung des Reichsverkehrsministeriums. Einige Wasserstraßenämter haben ferner die Obliegenheiten von Schiffseichämtern.
  2. Sie sind der Rhein-Main-Donau AG für die Entwurfsbearbeitung und die Leitung der Bauten der Großschiffahrtsstraße Rhein-Main-Donau einschl. der Kraftwerke sowie für den Betrieb und die Unterhaltung der Bauten bis zur Übernahme durch die Reichswasserstraßenverwaltung zur Verfügung gestellt.

Die Wasserstraßenämter haben mithin die Aufgabe, das ihnen zugewiesene Eigentum des Reiches an den Gewässern für die Zwecke der Volksgemeinschaft (Verkehr, Benützung der Gewässer) zu verwalten und zu unterhalten und den Ausbau der Großschiffahrtsstraße unter Leitung der Rhein-Main-Donau AG durchzuführen.
Die Mitwirkung der Wasserstraßenämter beim Vollzug des Wassergesetzes ist durch dieses Gesetz und die dazu ergangenen Vollzugsvorschriften geregelt ...

Die Wasserstraßenämter sind dem Landrat, den Straßen- und Flußbauämtern und den äußeren Ämtern der übrigen Landesverwaltung gleichgeordnet.

Die Wasserstraßenämter sind unmittelbar dem zuständigen Regierungspräsidenten und dem Staatsministerium des Innern untergeordnet. Sie unterstehen damit auch dem zuständigen Reichsminister. In allen Angelegenheiten des Ausbaus der Großschiffahrtsstraße Rhein-Main-Donau dem sind sie dem Vorstand der Rhein-Main-Donau AG unterstellt.

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1941

Bedingt durch den zweiten Weltkrieg kommen alle Bauarbeiten an der Wasserstraße zum erliegen.

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1942

Aufgrund eines Erlasses des Generalinspektors für das Wasserwesen vom 13.02.1942 W.a.2 W 3392/42 wurden die durch die Rhein-Main-Donau AG er- stellten Stauanlagen der Mainstrecke ab Aschaffenburg bis Würzburg durch das Reich ab 1. April 1942 übernommen.

Das badische Mainufer von km 130,716 bis km 168,294, das bisher durch das badische Straßen- und Wasserbauamt in Tauberbischofsheim unterhalten wurde, ging ab 01.04.1942 in die Verwaltung des Wasserstraßenamtes Aschaffenburg über.

Die Verwaltungsgrenze zwischen den Wasserstraßenämtern Aschaffenburg und Würzburg wurde auf km 200,00 festgelegt. Die Regierung von Unterfranken wurde als Mittelbehörde ausgeschaltet, an deren Stelle trat die Wasserstraßendirektion in Nürnberg.

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1945

Mit Kriegsende war die Reichswasserstraßenverwaltung nicht mehr vorhanden, Besatzungsmächte bildeten eine Verwaltung des Vereinigten Wirtschaftsgebietes in Deutschland mit Sitz der Binnenschiffahrt in Windelsbleiche bei Bielefeld (Zentralinstanz der Wasserstraßenverwaltung).

Das Dienstgebäude des Wasserstraßenamtes Aschaffenburg in der Dalbergstraße 27 wurde durch die Kriegseinwirkungen zerstört. Nach Kriegsende bezog das Amt Diensträume in der Weißenburgerstraße.

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1947

Per Erlaß vom 18.03.1947 wurden mit Wirkung vom 01.04.1947 die Wasserstraßen- direktionen Würzburg und Regensburg gebildet. Der Wasserstraßendirektion Würzburg unterstehen die Wasserstraßenämter Aschaffenburg, Schweinfurt und Nürnberg.

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1948

Das Wasserstraßenamt bezieht ein Dienstgebäude im Bauhof/Aufsichtsbezirk, der zwischenzeitlich von seinem bisherigen Standort am Winterhafen (Theoderichstor) auf das Gelände der Flußpioniere der ehem. deutschen Wehrmacht an der Obernauer Straße umgezogen war.

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1949

Mit Inkrafttreten des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland am 23.05.1949 führte der Bund für seine Wasserstraßenverwaltung eigene Behörden ein.

Am 09.09.1949 wird ein Vertrag zwischen der Verwaltung für Verkehr des vereinigten Wirtschaftsgebietes und dem Freistaat Bayern über die Rückver- setzung der RMD AG in den früheren Stand ihrer Bauträgerfunktion abgeschlossen.

Ab 01.11.1949 gelten die Bezeichnungen "Wasser- und Schiffahrtsdirektion" und für die Unterinstanzen "Wasser- und Schiffahrtsamt".

Der Wasser- und Schiffahrtsdirektion Würzburg unterstehen die Wasser- und Schiff- fahrtsämter Frankfurt, Aschaffenburg, Würzburg, Schweinfurt und Nürnberg.

Das WSA Aschaffenburg ist für die Strecke von Main-km 66,55 bis km 200 zuständig mit den 4 Aufsichtsbezirken

Aschaffenburg mit Staustufen Kleinostheim, Stockstadt, Obernau
Trennfurt mit Staustufen Wallstadt, Trennfurt, Heubach
Hasloch mit Staustufen Freudenberg, Faulbach, Eichel
Hafenlohr mit Staustufen Lengfurt, Rothenfels

Das WSA Frankfurt unterhält die Strecke von Main-km 1,34 bis 66,5 r.U./ 77,2 li. U. mit den 3 Aufsichtsbezirken

Hochheim mit Staustufen Kostheim, Eddersheim
Frankfurt mit Staustufen Griesheim, Offenbach
Hanau mit Staustufen Mainkur, Kesselstadt, Krotzenburg

Der Neubau der Staustufe Offenbach wird begonnen.

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1953

Im Februar 1953 Beginn eines Neubaus für das Wasser- und Schiffahrtsamt Aschaffenburg in der Obernauer Str. 6
Einweihung des neuen Amtsgebäudes am 29.01.1954

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1957 - 1960

Umkanalisierung der Mainstrecke von Frankfurt - Offenbach
(Fahrrinnenvertiefung von 2,50 m auf 2,70 m, Fahrrinnenverbreiterung auf 50 m)

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1963 - 1973

Umkanalisierung der Teilstrecke Krotzenburg - Aschaffenburg
(Fahrrinnenvertiefung auf 2,90 m, Fahrrinnenbreite 50 m)

Ersatz der Staustufen

  1. Großwelzheim (1970 abgebrochen)
  2. Kleinostheim (1971 abgebrochen)
  3. Mainaschaff (1972/1973 abgebrochen)

durch die neue Staustufe Kleinostheim (1969 Nordschleuse fertiggestellt, 1971 Südschleuse/Wehr " )

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1974

Beginn der Umkanalisierung der Teilstrecke Offenbach - Krotzenburg

Ersatz der Staustufen

  1. Mainkur (1980 - 1983 abgebrochen)
  2. Kesselstadt (1987 - 1989 abgebrochen)

durch die neue Staustufe Mühlheim (Baubeginn der Schleuse 1976, Inbetriebnahme 22.01.1980, Baubeginn Wehr u. Bootsschleuse 1985, Fertigstellung 1988)

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1979

Baubeginn der neuen Staustufe Krotzenburg (Inbetriebnahme 15.12.1983, 1981 - 1983 altes Wehr mit Kraftwerk abgebrochen).

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1975

Mit Erlaß vom 12.12.1975 - Z 6/02.04/30/48 VmZ 75 - wird die Neuordnung der Mittelinstanz (Wasser- und Schiffahrtsdirektionen) der WSV vorgenommen. Die 1947 gegründeten WSDen Würzburg und Regensburg werden zu der "Wasser- und Schiffahrtsdirektion Süd" mit Sitz in Würzburg zusammengelegt.

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1976

Mit Erlaß vom 19.05.1976; Z 6/B 5/02.04.31/34 Vmz76 erfolgt die Neuordnung der Schiffsuntersuchungskommissionen (SUK Würzburg bleibt bestehen).

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1978

In Fortführung der Umorganisation werden die Wasser- und Schiffahrtsämter neu geordnet. Die Neuordnung der Unterinstanzen tritt am 01.02.1978 in Kraft. Mit Erlaß vom 23.01.1978; BW 15/02.04.31-00/64 VA 77 werden die WSÄ Frankfurt und Würzburg aufgelöst.

Das WSA Aschaffenburg umfaßt nun den Bezirk des bisherigen WSA Frankfurt und einen Teilbezirk des bisherigen WSA Aschaffenburg und ist jetzt für die Main- strecke von der Mündung in den Rhein, Main- km 0 bis 185,2 (Schleuse Rothenfels) zuständig. (Der Vollzug der Grenze zum WSA Schweinfurt erfolgt jedoch erst 1983.)

Mit der Auflösung des WSA Würzburg gehen Schiffsuntersuchungskommission und Schiffseichamt auf das WSA Abg. über.

Gemäß WSD-Vfg. vom 31.01.1978; A1-739/78 führen die aufgelösten WSÄ die zeitlich begrenzte Bezeichnung "Außenstelle" ( WSA Aschaffenburg - Außenstelle Frankfurt).

01.08.1978 Mit WSD-Vfg. vom 12.07.1978; A1-3968/78 werden die SUK und das SEA zum von Würzburg nach Aschaffenburg verlegt, nachdem sie seit 01.02.1978 vorübergehend dem WSA Schweinfurt - Außenstelle Würzburg zugeordnet worden waren.

Für die räumliche Unterbringung werden zusätzliche Räume im Aschaffenburger Südbahnhof angemietet und dort Personal des Sachbereichs 3 (Vermessung und Liegenschaften) untergebracht.

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1980

Mit Erlaß vom 25.03.1980; BW 15/BW 14/02.04.00-06/88 VA 79 wird die Neuordnung der Schiffseichämter vorgenommen. Dem SEA Aschaffenburg werden die Aufgaben des aufgelösten SEA Mainz zugeteilt.

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1982

Mit Erlaß vom 15.07.1982; BW 15/02.04.32-00/31 VA 82 wird die Neuorganisation der Außenbezirke (ABz) zum 01.08.1982 festgelegt. Die bisherige Bezeichnung "Aufsichtsbezirk" wird durch"Außenbezirk" ersetzt.

Die örtlichen Zuständigkeitsbereiche werden wie folgt geregelt:

alt neu Grenze wirksam ab
ABz Hochheim
ABz Frankfurt
ABz Frankfurt Main-km 0,0 bis km 37,8
mit Staustufen
  1. Kostheim
  2. Eddersheim
  3. Griesheim
01.12.1982
ABz Hanau ABz Hanau Main-km 37,9 bis km 84,5
mit Staustufen
  1. Offenbach
  2. Mühlheim
  3. Krotzenburg
  4. Kleinostheim
01.01.1983
ABz Aschaffenburg
ABz Erlenbach
ABz Erlenbach Main-km 84,5 bis km 133,3
mit Staustufen
  1. Obernau
  2. Wallstadt
  3. Klingenberg
  4. Heubach
15.11.1982
ABz Hasloch
ABz Hafenlohr
ABz Hasloch Main-km 133,3 bis km 185,2
mit Staustufen
  1. Freudenberg
  2. Faulbach
  3. Eichel
  4. Lengfurt
01.01.1983

Gem. WSD-Verfügung vom 28.07.1982 bleibt es vorerst beim ABz Hochheim und ver- kleinerten ABz Frankfurt.

Die bei der Ämter-Neuordnung 1978 festgelegte Amtsgrenze bei km 185,2 wird zum 01.08.1982 vollzogen. Alle laufenden Unterhaltungsarbeiten sind bis zum 31.12.1982 abzuschließen und sämtliche Unterlagen dem WSA Schweinfurt zu übergeben. Die Staustufe Rothenfels geht ab 01.01.1983 an das WSA Schweinfurt, ABz Gemünden über. Vom WSA Aschaffenburg werden nunmehr 15 Staustufen mit 2 bundeseigenen Wasser- kraftwerken in Griesheim und Eddersheim betrieben und unterhalten.

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1984

Beginn des Ausbaus der Fahrrinne des Mains (Vertiefung auf 2,90 m, Verbreiterung auf 40 m) von Aschaffenburg bis Bamberg.

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1985

Nachdem in den sieben Jahren seit der Zusammenlegung der WSÄ Abg und Ffm eine sozial befriedigende Lösung durch Umsetzungen und natürliche Altersabgänge gefunden wurde, wird die Außenstelle Frankfurt mit Wirkung vom 31.12.1985 aufge- löst (WSD-Vfg. vom 18.12.1985; A1-111.3/2).

Mit der Auflösung der Außenstelle ist auch die Unterbringung des gesamten WSA- Personals auf dem Amtsgrundstück vorgesehen. Der Planungsauftrag für eine Er- weiterung des bestehenden Amtsgebäudes soll erteilt werden. Als Zwischenlösung wird die Bauleitungsbaracke Krotzenburg auf das Amtsgrund- stück umgesetzt (Fertigstellung 15.09.1985). Die Räume im Südbahnhof werden aufgegeben, der gesamte SB 3 zieht in die Baracke um, die Umsetzung der Beschäftigten der Außenstelle Frankfurt folgt.

Als Kontakt- und Ansprechstelle für die Berufs- und Sportschiffahrt wird beim ABz Frankfurt eine "Informations- und Beratungsstelle" eingerichtet und mit einem Be- diensteten der ehem. Außenstelle besetzt.

Nachdem die räumlichen Voraussetzungen für die Bildung des neuen ABz Frankfurt geschaffen wurden, erfolgt die Zusammenlegung der ABz Frankfurt und Hochheim zum 01.11.1985 (WSD-Vfg. A1-111.3/12 vom 24.10.11985).

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1992

Am 25. September 1992 Eröffnung des Main-Donau-Kanals.

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1992 - 1997

Erweiterung und Umbau des Amtsgebäudes (Baubeginn für das Erweiterungsgebäude 05.10.1992, Richtfest 08.09.1993, Umzug SB 3 in den Neubau März 1995, anschließend Grundinstandsetzung des Altbaus, nachdem SB 1 in die Bürobaracke u. SB 2 in den Bauhof - ehem. Dienst- gebäude des WNA Abg - ausgelagert wurden.)

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1994

Das Wasserstraßen-Maschinenamt Nürnberg (vormals Sonderstelle für Maschinenwesen) und das Wasserstraßen-Neubauamt Aschaffenburg (vormals Neubauabteilung für den un- teren Main) werden eingerichtet.

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1995

Mit WSD-Vfg. vom 18.04.1995; A1-111.4/4 wird die Informations- und Beratungsstelle in Frankfurt aufgelöst.

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1996

Neuordnung der Schiffsuntersuchungskommissionen/Schiffseichämter gemäß Erlaß vom 30.08.1996; Z16/BW13/02.04.00-07
Ab 01.10.1996 wird eine Zentralstelle bei der WSD Süd in Mainz eingerichtet (Arbeitsbeginn 01.01.1997). Aus den z. Zt. bestehenden 11 Schiffsuntersuchungs- kommissionen/Schiffseichämtern (SUKn/SEÄ) werden 5 Dienststellen in Hamburg, Duisburg, Magdeburg, Berlin und Mannheim gebildet , die der Zentralstelle direkt unterstellt sind.
Die Aufgaben der Sonderstelle SUK/SEA Aschaffenburg werden von der Dienststelle in Mannheim übernommen.

Die Umsetzung soll sozialverträglich bis 01.01.1999 erfolgen. Die Abordnung des Personals zur Zentralstelle erfolgt ab 01.01.1997, bis zur vollständigen Aufarbeitung des Altaktenbestandes bleibt der Dienstort jedoch in Aschaffenburg.

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